M.I.N.U.

living in the box.

This series depicts figures emerging from a box – a visual expression of transformation, freedom, and self-discovery. The figures seem to release themselves from a confined space, their movement conveying energy, anticipation, and the breaking of inner or external boundaries. The brushstrokes emphasize embodied perception: each gesture and layer of color carries traces of motion, rhythm, and inner states.

The box becomes a symbolic space where identity and perception intersect, inviting viewers to reflect on their own limitations. The series explores how change and self- realization can become visible – not through fixed narrative, but through flowing forms, fragmented figures, and the resonance of color and spatial presence.

Die Bildserie zeigt Menschen, die aus einer Box hervortreten – ein visueller Ausdruck von Transformation, Freiheit und Selbstwerdung. Die Figuren scheinen sich aus einem begrenzten Raum zu lösen, ihre Bewegung vermittelt Energie, Antizipation und das Aufbrechen innerer oder äußerer Grenzen. Die Pinselstriche betonen die Verkörperung der Empfindung: jede Geste, jede Farbschicht trägt Spuren von Bewegung, Rhythmus und innerem Zustand.

Die Box wird zum symbolischen Raum, in dem Identität und Wahrnehmung aufeinandertreffen, und lädt die Betrachter*innen ein, über eigene Begrenzungen nachzudenken. Die Serie erkundet, wie Veränderung und Selbstentdeckung sichtbar werden – ohne starre Erzählung, durch fließende Formen, fragmentierte Figuren und die Resonanz von Farbe und Raum.

This series investigates the expressive potential of incompleteness and fragment. Figures, forms, and gestures appear partially resolved, as if caught in a state of becoming rather than having arrived. The unfinished edges, layered brushstrokes, and overlapping planes evoke movement, uncertainty, and transformation. Color, rhythm, and materiality serve as carriers of emotion and perception, giving the viewer access to the process of emergence itself.

Through partial visibility, the works invite reflection on identity, memory, and the ways in which inner experience is never fully fixed. In this openness, incompleteness becomes a space of possibility – a site for imagination, discovery, and renewal. The series emphasizes that the unfinished is not absence but presence; it is a form of visual thinking where the ephemeral, the fleeting, and the embodied resonate.

Diese Serie untersucht das Ausdruckspotential des Unvollendeten und Fragmentarischen. Figuren, Formen und Gesten erscheinen nur teilweise ausgeformt,

als befänden sie sich in einem Werden und nicht in einem abgeschlossenen Zustand. Unfertige Ränder, geschichtete Pinselstriche und überlappende Ebenen erzeugen Bewegung, Unsicherheit und Transformation. Farbe, Rhythmus und Materialität fungieren als Träger von Emotion und Wahrnehmung und lassen die Betrachter*innen am Entstehungsprozess selbst teilhaben.

Durch die partielle Sichtbarkeit laden die Arbeiten zur Reflexion über Identität, Erinnerung und die Art und Weise ein, wie innere Erfahrung niemals vollständig fixiert ist. In dieser Offenheit wird das Unvollendete zu einem Raum der Möglichkeiten – ein Ort für Fantasie, Entdeckung und Erneuerung. Die Serie zeigt, dass Unvollkommenheit nicht Abwesenheit, sondern Präsenz ist; sie ist visuelles Denken, in dem Vergängliches, Flüchtiges und Verkörpertes spürbar wird.

Life painting is the practice of capturing the immediacy and vitality of the human figure. Working with chalk, gouache, or acrylic on paper or canvas, I embrace speed and

gestural freedom, allowing movement and energy to guide the hand. Each mark records a fleeting moment, a posture, a rhythm – emphasizing perception and presence over precise detail.

The process itself becomes performative: the body of the artist mirrors the movement of the model, creating a dialogue between motion, material, and space. Through overlapping layers, dynamic brushwork, and quick gestures, the work conveys both the physicality of the figure and the lived experience of observing it. Life painting becomes a space where meditative perception, emotion, and embodiment converge, capturing the ephemeral flow of human presence.

Bei der Aktmalerei gelingt es die Lebendigkeit und Unmittelbarkeit der menschlichen Figur einzufangen. Mit Kreide, Gouache oder Acryl auf Papier oder Leinwand nutze ich Geschwindigkeit und gestische Freiheit, sodass Bewegung und Energie die Hand führen. Jeder Strich hält einen flüchtigen Moment, eine Haltung oder einen Rhythmus fest – meditative Wahrnehmung und Präsenz stehen über der genauen Wiedergabe.

Der Prozess selbst wird performativ: Der Körper der Künstlerin spiegelt die Bewegung des Modells und erzeugt einen Dialog zwischen Bewegung, Material und Raum. Durch überlagerte Schichten, dynamische Pinselstriche und schnelle Gesten vermittelt die Arbeit sowohl die körperliche Präsenz der Figur als auch die gelebte Erfahrung des Beobachtens. Life Painting wird so zu einem Raum, in dem Wahrnehmung, Empfindung und Verkörperung zusammenfließen und den flüchtigen Fluss menschlicher Präsenz sichtbar machen.

Paintings in this category explore the human figure as a site of transformation, rhythm, and presence. Portraits and bodies in motion are depicted not as fixed images, but as processes – shifting, fragmenting, and reforming. Brushstrokes, layering, and gestural marks capture the continuous flow of movement, the interplay of inner emotion and outer expression. Figures may appear partially dissolved or emerging from abstraction, inviting the viewer to sense identity as something lived and experienced, rather than static.

Dynamic figures extend the possibilities of portraiture: they highlight temporality, corporeality, and the resonance between observer and observed. Through large-scale canvases or series, the works emphasize the connection between body, color, and space, creating a visual rhythm that mirrors the rhythm of life itself.

Der menschlichen Körper als Ort von Transformation, Rhythmus und Präsenz wird untersucht. Porträts und Figuren in Bewegung werden nicht als statische Abbildungen gezeigt, sondern als Prozesse – sich verändernd, fragmentierend, neu formierend. Pinselstriche, Schichtungen und gestische Spuren halten den fortwährenden Fluss der Bewegung, das Zusammenspiel von innerer Emotion und äußerem Ausdruck fest. Die Figuren erscheinen teils aufgelöst oder aus der Abstraktion herauskommend und laden die Betrachtenden ein, Identität als etwas Erfahrbares und Lebendiges zu erleben, statt als festgeschriebene Form.

Dynamische Figuren erweitern die Möglichkeiten der Porträtkunst: Sie betonen Zeitlichkeit, Körperlichkeit und die Resonanz zwischen Betrachter*in und Gezeigtem. Durch großformatige Leinwände oder Serien wird die Verbindung zwischen Körper, Farbe und Raum spürbar, und es entsteht ein visueller Rhythmus, der den Rhythmus des Lebens selbst widerspiegelt.

While traveling or exploring everyday surroundings, people and their movements are captured in a sketchbook – spontaneous moments of urban life in motion.
Ob auf Reisen oder im alltäglichen Umfeld – Menschen und ihre Dynamik werden im Skizzenbuch festgehalten, als spontane Eindrücke des urbanen Lebens in Bewegung.